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oder: das ist kein lustiger blogg. nein.

2/12/2010



wunschgedanke

oh ja, es gibt sachen, die ich mir manchmal extrem wünsche... abgesehen davon, dass es endlich aufhört zu schneien - ich will mich nicht mehr aufregen. ehrlich! ich will wirklich nicht!

...und trotzdem schaffen es bestimmte dinge oder wahlweise menschen noch immer, mich derartig auf die palme zu bringen, dass es raucht! und ich verfalle immer wieder in schlechtes gewissen gegenüber meinen armen mitmenschen/ mitkollegen, die meine ausbrüche erdulden müssen. aber ehrlich? es muss einfach raus. sonst gibt es irgendwann mal einen kleinen knall und ich löse mich stantepedes in meine bestandteile auf...

ignoranz. nachlässigkeit. faulheit. eindeutig sachen, die mich auf 180 sachen minimum kriegen. wobei ich durchaus zu den menschen gehöre, die sich dinge gern mal einfach machen... allerdings möglichst auf eine art, die WENIGER arbeit macht und nicht MEHR. irgendwie ist das doch scheiße, wenn man durch die eigene faulheit am ende mehr stress hat als vorher! oder eben andere leute dadurch mehr arbeit haben, was widerum auch mehr arbeit für mich... naja, so eben.

ich gebe zu - man muss nicht alles können. und weiß gott, niemand auf der welt kann alles wissen... aber - wenn man denn schon die möglichkeit hat, auf das wissen anderer menschen zuzugreifen, was genau hält manche zeitgenossen davon ab, genau das zu tun? wieso muss man so tun, als wüsste man bescheid, wenn doch die wissenden um einen herum genau sehen, dass das wohl mal nicht so ist...? nur weil man das augenrollen nicht sieht und das seufzen nicht hört, ist es dummerweise trotzdem da. ja, ok! es ist eine erprobte strategie, das mit dem "wasichnichtsehenkannsiehtmichauchnicht" - allerdings für 4-jährige...

in der beziehung geht es wahrscheinlich allen profis so, wie dem berühmten oberkellner, der auf jeden fall lieber jedem unwissenden gast die feinheiten des weins und der speisen erklärt, als irgendeinem pseudointellektuellen vollproll dabei zuzusehen, wie er schlürfend und schniefend erklärt, dass "der wein korkt", wo er doch weiß, dass eben jene flasche einen schraubverschluss hat... man fasst sich an den kopf vor soviel eigensinn!

gut, gut... des menschen wille sei sein himmelreich. aber ebenso wie jenem oberkellner darf einem da doch manchmal das messer in der tasche aufgehen und den dazugehörigen mordphantasien freien lauf lassen. jedem das seine.

in diesem sinne - prost.

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2/10/2010

jedes mal

wenn ich mal wieder weg und unterwegs weile, bin ich glücklicher wieder in meiner eigenen kleinen bude zu sein :-) nichts geht über den ganz eigenen kram und wenn alles genau da ist, wo man es erwartet und WIE man es erwartet. komischerweise bringen einen kleinigkeiten dazu, sich zu ärgern... dass der föhn im hotel eben nicht so schön leise und dolle pustet wie der eigene, das bett ist zu weich, zu wenig kissen, irgendwie riecht alles anders und nach waschmittel, das licht ist anders, die geräusche unbekannt... ach, es ist schön, zu hause zu sein.

auch wenn reisen einen ja immer wieder ein bisschen neue eindrücke sammeln lässt, daran im kopf herum arbeiten kann man doch am besten im eigenen nest. fürs erste reicht´s mit der reiserei. das ist mal amtlich. obwohl mit sicherheit das nächste fernweh schon im anmarsch ist.. in spätestens 14 tagen.

und in der festen hoffnung, dass uns väterchen frost bis dahin langsam auch mal wieder verlässt. man wird glatt schneedepressiv. und mittlerweile kann ich an dicken stiefeln, mänteln und schals wirklich nichts gemütliches mehr finden. bestelle hiermit ausdrücklich - frühling! mit schneeglöckchen beginnend, krokussen, narzissen, tulpen, vogelzwitschern, dem komisch weichen geruch in der luft und sonne, die einen in der nase kitzelt... bitteschön!

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1/03/2010

2009, die Listenversion.

1. Zugenommen oder abgenommen?

beides - aber die differenz = abgenommen.

2. Haare länger oder kürzer?

geblieben, wie sie waren.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Gefühlt weitsichtiger ;-)

4. Mehr Kohle oder weniger?

Weniger, und mehr Wert.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?

Weniger als erwartet.

6. Mehr bewegt oder weniger?

Viel mehr als gut war.

7. Der hirnrissigste Plan?

Ich schaff das schon.

8. Die gefährlichste Unternehmung?

Ein Gespräch.

9. Der beste Sex?

Oh ja, ganz sicher...

10. Die teuerste Anschaffung?

Ein Kamin.

11. Das leckerste Essen?

Das Steak. Ich meine... DAS Steak.

12. Das beeindruckendste Buch?

Mehrere... von Norwegern.

13. Der ergreifendste Film?

Und jetzt darf man mich dafür als Kitschtante verurteilen: Geliebte Jane!

14. Die beste CD?

Immer noch die alten :-)

15. Das schönste Konzert?

Leider keines...

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?

Mir selbst.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?

Dir.

18. Vorherrschendes Gefühl 2009?

Ja. Nein. Vielleicht.

19. 2009 zum ersten Mal getan?

Was ich nie tun wollte... ;-)

20. 2009 nach langer Zeit wieder getan?

Glücklich allein sein.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Es gab mehr als drei.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Vertrauen.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Vertrauen.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Vertrauen.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Das war es wert.

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich glaube dir.

27. 2009 war mit einem Wort …?

unglaublich.

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12/04/2009

zwangsweise...

mit zwang kommt man in der regel nicht weiter. als "mama" von zwei kleinen wildkatzen, die bisher noch nichts mit menschen zu tun hatten, ergeben sich grade interessante erfahrungen... wohl für die mietzen, als auch für mich.

ich stelle fest, dass ich tatsächlich geduldig sein kann. und die kleinen stellen langsam fest, dass dieses große wesen ihnen tatsächlich nichts tut, sondern dass es eigentlich ganz cool ist, wenn einer mit einem spielt und es lecker futter gibt. ganz ohne sie einzufangen oder zu belästigen... das schöne ergebnis - wenn mietze dann von ganz allein das spielzeug ignoriert und sich ausgiebig den bauch kraulen lässt. glückliche belohnung für ein bisschen geduld und beschäftigung. und zugegeben... ein wenig bestechung. weitere belohnung: ein leicht verwüstetes wohnzimmer. immerhin fühlen sie sich also langsam wie zu hause ;-)
was anscheinend alle katzen können - solange mensch nicht im raum ist, einen höllenlärm veranstalten und sobald man durch die tür linst, sitzen beide unschuldig da und es ist weit und breit nichts zu sehen! mysteriös!

dabei überlegt - vielleicht funktioniert das bei menschen eben auch so. menschen, die man permanent jagt und unter druck setzt, werden irgendwann aggressiv und scheu. setzt man sie permantenem stress aus ergibt das ebenso wie bei gefangenen tieren irgendwann psychische macken und am ende resignation und aufgabe. wer nicht mehr weiß, was er tun und wo er hin soll, weil überall gefahr lauert, der gibt irgendwann auf. jedes wesen braucht einen sicheren ort, liebevolle rückendeckung und eine ecke, in die es sich zurück ziehen kann...

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11/14/2009

echt!

dass an einem freitag den 13. nicht alles glatt geht, könnte man vermuten. allerdings - geb ich auf sowas in der regel nicht viel. trotzdem - das ECHTE gefühl gehabt, dass sich straßenbauämter und navigationsgeräte nebst verkehrsfunk gegen mich verschworen hatten. irgendwann glaubt man an bosheit, wenn man zum 3. mal im verkehrsfunk hört "stau auf der xy zwischen niemandsland und gottweißwo. bitte umfahren sie den bereich weitläufig." und zum dritten mal bereits MITTEN in eben jenem stau steckt! bosheit! ich sag´s euch!

das navigationsgerät behauptet steif und fest "da geht´s lang", wo vollsperrung herrscht. wie gut, dass ich nicht die technikgläubige bin und dann trotzdem nach schildern fahre. andernfalls wäre ich gestern fastandfuriosmäßig durch diverse baustellen maracht.
da kann ich dann die ansagen der guten dame sehr schön ignorieren - "drehen sie, wenn möglich, um" (könnt ich schon, aber das wär doof, blinde kuh!) jaja, ich weiß - ich sollte das tomtom mal updaten. ergebnis: ich kenn jetzt viele viele orte, kühe, hunde und omis mit kopftuch, die ich sonst wohl nie im leben gesehen hätte... "neue wege gehen" oder wie heißt es? mach ich glatt.

wie auch immer - verkehr hin oder her. wenn der tag dann trotzdem so vielversprechend und schön läuft, wie der gestrige, lass ich mir das dann auch mal ganz gern gefallen.

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11/12/2009

manche tage

oft steht man sich ja selber bisschen im weg... oder bisschen mehr. temperament kann auch ein fluch sein. gepaart mit ausgeprägter paranoia sowieso. was hilft - tief durchatmen, bisschen zen-gelassenheit abholen und sich bei den leuten austoben, die solch ausbrüche mit stoischer geduld ertragen, solange bis man sich abreagiert hat. dann erst etwas tun.

genauso doof - voraussetzen, dass alle menschen gleich sind. und immer gleich das schlimmste vermuten. oft steckt hinter augenscheinlich dusseligem verhalten auch einfach nur... unsicherheit? da reagiert so mancher nach dem motto: decke drüber und erst mal drauf hauen! natürliche menschliche verhaltensweise, die nicht überbewertet werden will...
und manchmal gehen sachen eben einfach schief. nicht wie geplant. that´s life. da kann keiner was für oder gegen. es ist, wie es ist. gibt eben dinge, gegen die kann weder mann noch frau was tun. und am ende - alles wird gut.

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11/01/2009

meer anders.

ganz ohne wellen. das meer wie ein platter spiegel und absolute stille weit und breit. sehr ungewohnt und ein bisschen beängstigend. nicht einmal kalt. zu still für meinen geschmack. ich mag dicke wellen, die eine unterhaltung fast unmöglich machen und jeden gedanken übertönen. wenn es fett und gewaltig ist und mit großen schaumkronen die reine meeresmacht demonstriert.

wenn es ist wie heute, kommt es mir suspekt und ein bisschen fremd vor... hat sich allerdings dann doch wieder ein bisschen versöhnlich gezeigt, mit stürmischen böen auf den letzten metern... ein bisschen müde, aber der gute wille war da.
es ist doch noch alles, wie es gehört :-)

da gelassen: hyperaktive schmerzhafte gedankenfussel der letzten wochen.
mitgenommen: ein bisschen platte kühle gleichgültigkeit zum gebrauch im alltag.

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10/24/2009

hinter manchen dingen steckt...

nichts! auch wenn man oft glaubt, dass hinter dem einen oder anderen verhalten ein versteckter sinn, eine andere absicht, eine tiefere bedeutung stecken muss - manchmal ist es einfach nicht so. manchmal ist es eben "what you see is, what you get". manche leute sind einfach gestrickt. sie sagen, was sie meinen und tun was sie sagen. nicht mehr und nicht weniger. reicht ja auch. meistens. macht es nur manchmal schwierig.

aber mal ehrlich... wenn wir immer bei allem taktieren, planen und analysieren würden, verknotet sich doch irgendwann auch das hirn.

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10/14/2009

nebenbei aufgefallen...

verständlich, dass menschen, die sich aus gesundheitlichen gründen in kliniken aufhalten müssen, nach spätesten 8 wochen mitsamt ihrer krücken und schläuche die wände hochgehen und nichts anderes wollen als... RAUS HIER.

selbst als besucher hat man kurzzeitig das gefühl, flüchten bzw. würgen zu müssen - kann man sich erholen und nicht nur körperlich, sondern auch geistig gesund werden, wenn man nur von krankheit und siechtum umgeben ist? wird man gesünder, umgeben von kranken?
ich glaube, irgendwann erreicht man bei wachem verstand einen punkt, wo man es nicht mehr erträgt... die nächtlichen hilferufe aus dem nachbarzimmer, die desinfektionsspender auf den fluren, der geruch nach krankenhaus und medizin, die leise quietschenden sohlen der schwestern und ärzte, das neonlicht, die tausend notfall- und rufknöpfe überall... rollstühle, krücken, wagen mit medikamenten und spritzen auf dem flur... leises gemurmel der besucher.

irgendwann will man wieder, dass mal einer laut redet, rücksichtslos mit einem umgeht und krach macht. man will den geruch von pommes, autoabgasen und dem widerlichen parfüm der nachbarin... leben um sich herum. ja, ich verstehe...

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irgendwann...

nach langem wühlen und graben und sortieren, ist es tatsächlich zu schaffen, etwas ordnung in das chaos zu bringen.
wenn man mal die bude aufräumt tauchen ja an allen ecken und enden dinge auf, von denen man nicht einmal ahnte, dass man sie besitzt. und alles, was sonst monatelang auf einem dicken stapel lag, findet endlich einen platz oder aber - wird entsorgt. und wie mit so vielen dingen... macht man das nicht regelmäßig, sammelt sich immer wieder staub, dreck und müll an.

beschlossen, mich nun fürs erste einmal einiger dinge zu entledigen. und aufzuräumen. immerhin weiß man dann erst, wo und wie noch raum bleibt, für neues...

zum thema arbeit übrigens neulich beim lesen SEHR gelacht, bei der Einleitung folgenden Artikels...

"An die Arbeit

Es gibt genug zu tun. Uns geht nämlich die Arbeit aus. Die von der alten Sorte. Und es wird eine richtige Plackerei, Arbeit neu zu denken.

Alle Räder stehen still

Die Zeiten ändern sich, und wer stehen bleibt, ist von gestern. Ja, das kennen wir, das haben wir schon oft gehört. So oft, dass es den allermeisten zum einen Ohr reingeht und mit gehörigem Durchzug zum anderen Löffel wieder raus. Deshalb lassen wir den Appell an Verstand und Vernunft heute mal stecken. Bis jetzt hat das nämlich relativ wenig gebracht.

Es geht auch anders.
Mit Tierliebe zum Beispiel.
Tierlieb ist fast jeder.
Nehmen wir mal den Hamster.

Vom Hamster ist bekannt, dass er zu den beliebtesten Haustieren gehört. Der kleine Nager steht aber auch für eine Ära, die nun zu Ende geht. Das macht den Hamster interessant.

Aber reden wir mal über den Charakter des Tieres. Der Hamster hat nur sich selbst im Kopf, er kann andere nicht leiden, er ist ein Einzelgänger. "Die meisten seiner Lautäußerungen dienen fast nur dazu, sich abzugrenzen, zu verteidigen oder gar zu bekämpfen: Fauchen, Brummen und Zähneklappern sind eindeutige Drohsignale gegenüber anderen Artgenossen ...", beschreibt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) das eigenbrötlerische Wesen des Kleinnagers. Sein "drollig anmutendes Sich-auf-die-Hinterbeine-Stellen" habe mit putzigem "Männchenmachen" nicht das Geringste zu tun, so die Hamsterexperten des IVH weiter. Wenn der Hamster seine Bäckchen aufbläst, wird dies auch falsch verstanden. Wir halten das für niedlich. Der Hamster denkt an Abwehrstellung.

Nur wenn "sich der kleine Kerl unbeobachtet fühlt und total entspannt, zeigt er dies, indem er herzhaft gähnt oder sich ausgiebig seiner Körperpflege widmet".

Fassen wir zusammen: Der Hamster ist des Hamsters Wolf. Er ist asozial. Er denkt nur an sich. Wenn ihn niemand beobachtet, also kontrolliert, dann gähnt er oder macht sich die Nägel. Zwischen Trägheit und Besitzstandswahrung will er nur eines: jene Laufräder aus Metall oder Plastik, in denen er stundenlang und bis zur totalen Erschöpfung seine Runden dreht, ohne dass das den geringsten Nutzen stiften würde. Der Hamster läuft und kommt nie an...."

ok.... ein böses fieses tier (wie ich schon seit jahren vermute! bissig! aus leidvoller erfahrung! totale verarschung, diese putzige miene!)

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9/28/2009

pffft...

naja... glaubt man dem web, so kann das ergebnis kaum stimmen. die große enttäuschung ist fast überall zu sehen. also ist diese wahl wohl eher ohne die web-generation abgelaufen. sind es zu wenige? wie auch immer... nun haben wir, was "wir" wollten. so ist das mit der demokratie.

obwohl ich immer noch so ein bisschen glaube, dass eine nicht geringe anzahl der wähler das ganze wie ein lottospiel betrachtet... da will man ja nun mal nicht verlieren, sondern feiern können. da wählt man sieger! insofern schlecht, wenn man schon vorher die ergebnisse kennt. bin dafür, dass bei der nächsten wahl nicht nur die wahl geheim ist, sondern auch keinerlei prognosen veröffentlicht werden... wem nützen die schon?
selber denken. nach programm wählen. das wär mal was!

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9/26/2009

gegensatz...

schön, wenn man tatsächlich mal menschen trifft, die es so schrecklich ehrlich meinen, dass sie sich dafür schon fast entschuldigen wollen... die welt ist ungerecht!

eigenartigerweise ist es mir schon oft begegnet, dass menschen, die beispielsweise selbst kein geld übrig haben, fast traurig werden, wenn sie bei einem kauf zum verkäufer "nein" sagen müssen... sie entschuldigen sich schon fast dafür. und erklären dem verkäufer lang und breit, warum sie wirklich nicht können und dass der sohn doch grade sein auto... und die mieterhöhung... und die rente! und dass sie deswegen dieses auto/ diese versicherung/ diese jacke jetzt eigentlich nicht kaufen können... weil "eigentlich ha´m wir ja alles, was wir brauchen"...

und manchmal kaufen sie es eben doch. und essen zwei monate margarine statt butter. weil der "junge mann so nett war" und... "nu hab ich dem doch schon so viel mühe gemacht". ja... die welt ist ungerecht. und verkäufer manchmal skrupellos. aber gott sei dank ja nicht immer...

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8/29/2009

zeitmanagement...

"der schlüssel ist einfach ein effektives zeitmanagement!"
ja. stimme ich vollkommen zu. man sollte organisiert, strukturiert und effektiv seinen tag planen... macht ruhig und entspannt und sorgt dafür das man gut schläft. die realität sieht leider manchmal bisschen anders aus...

termine die eigentlich in einer stunde abgefrühstückt sein sollten, dauern unerwartet 2 einhalb stunden... wenn um 10 uhr ein meeting angesetzt ist, kann man davon ausgehen, dass um 5 vor 10 jemand anruft, der a) viel zeit und b) viel zu besprechen hat... pro tag passiert mindestens EINE katastrophe, die sofortiges eingreifen und mindestens 1 stunde zeit benötigt, um schlimmeres zu verhindern... wenn man grade mitten in einer konzentrierten arbeit ist, ruft erwartungsgemäß jemand an/ steht vor der tür, den man NICHT abwimmeln kann oder sollte... wenn ich es morgens eilig habe, kann ich damit rechnen, dass meine katze auf den teppich gekotzt hat/ meine mutter anruft/ ich mich kurz vorm aus dem haus gehen bekleckere...

in erwartung solcher dinge habe ich das mit dem zeitmanagement jetzt für mich anders gelöst... ich plane einfach nur noch 30% meines tages. der rest geht ohnehin drauf für dinge, die ich nicht erwarte. ist einfacher, wenn auch überraschender... schönerweise hat man in dem fall auch manchmal überraschend zeit, wenn man nicht damit rechnet :-)

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8/11/2009

untertreibung.

macht einem ja durchaus das leben manchmal bisschen schwer, wenn man zu übertreibungen neigt... und ist vermutlich auch schlecht für den kreislauf, wenn man sich dauernd im schmalen grünstreifen zwischen frohsinn und wutausbruch aufhält. ich weiß. allerdings - langweilig ist es immerhin nicht.

nur manchmal ein klitzekleines bisschen nervig... für einen selbst und die bedauernswerte umwelt, die mittelschwere temperamentsausbrüche, schimpftiraden, übersprudelnden mitteilungsdrang und diverse gute bis schlechte launen aushalten muss. aber wer hat´s schon leicht...

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8/07/2009

irren.

mein gefühl täuscht mich nicht oft. aber wenn, dann so sehr, dass es kracht...

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8/02/2009

gelernt...

diese woche sozusagen ein aha-erlebnis gehabt... und festgestellt, dass die meisten probleme mit mitmenschen darauf beruhen, dass wir sie für dumm halten und unterschätzen.
erlebe selber immer wieder erstaunt, wie wenig manche leute merken, dass ihr gegenüber vielleicht doch nicht ganz blöd ist und durchaus die absicht und den sinn hinter so manchen dingen und äußerungen versteht. ich persönlich empfinde es immer als immense frechheit, selbst wenn ich es nur bei anderen beobachte...

man sollte immer davon ausgehen, dass das gegenüber mindestens so schlau ist wie man selbst... andernfalls erwarten einen unter umständen große überraschungen.

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sb-kasse - die II.

bei meinem wochenendeinkauf gestern bin ich dann aufgrund der verstörenden erfahrung wieder an der "normalen" kasse gelandet. die kassiererin und ich arbeiteten wie ein eingespieltes team: eingescannt - ab in den korb! ging ratzifatzi... woraufhin die nette dame auch strahlend meinte "mensch! das klappt hier aber wie am schnürchen.." (sowas würde eine maschine NIE sagen!) ermuntert von soviel begeisterung erzählte ich ihr kurz von meinem erlebnis mit der maschine... woraufhin wir in eine kurze diskussion über verbesserungen an solch maschinen verfielen... was ich gelernt habe:

1. auch die kassiererin mag diese dinger nicht, weil sie erstens dauernd defekt sind und zweitens auch nur für kleine einkäufe gedacht...
2. wir sind uns einig, dass es KEINE erleichterung für die kassendamen ist, sondern eher eine herausforderung, die kunden mit der bedienung vertraut zu machen und diverse fehler zu beheben.
3. maschinen sind zu dumm, als dass sie mit menschen interagieren können und für eventualitäten gerüstet sind. sie können nicht aufstehen und schwere sachen IM korb scannen, sie können nicht für omas das kleingeld aus der börse puhlen und sie kriegen es nicht in die reihe, wenn mama einen schokoriegel bezahlen will, von dem kind schon die hälfte vertilgt hat...
... vielleicht sollten sich die schöpfer dieser kassen auch mal eins öfter mit den kassierern unterhalten?

was sie noch dazu nicht können - sich unterhalten :-) und man hätte ein nettes gespräch und ein freundliches lächeln weniger...

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8/01/2009

ja, ich weiß...

es gibt so zeiten im leben, wo man mit einmal das gefühl hat, als ob nichts - aber auch wirklich NICHTS - gutes mehr passiert... ziemlich sicheres zeichen dafür, dass die fiesen bösen dinge einem den blick für die realität vernebeln. beobachte dieses phänomen auch des öfteren mal in ansätzen bei anderen. "dysfunktionale gedanken" im fachjargon. im normalfall aber manchmal auch einfach das gefühl, dass man gegen die vielen sorgen einfach bisschen machtlos ist... und erschöpft. "hilft doch eh alles nix! macht doch alle, was ihr wollt. ich hab keine lust mehr..."

was hilft: nachfragen. beim eigenen verstand (der ja nach wie vor ganz gut funktioniert, nur leider nichts gegen gedanken machen kann). und so wie bei streitgesprächen sich dann manchmal missverständnisse auflösen, klappt das auch beim eigenen "zwiegespräch"... und endet dann vielleicht in dem guten gefühl, dass doch nicht alles so schlimm ist, wie man denkt.

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7/31/2009

pessimismus... (!)

treibt manchmal sonderbare blüten.
erstaunlicherweise gehen manche menschen von vorherein davon aus, dass "das ein sehr anstrengender tag wird"... dass "das ja wohl sowieso nie funktioniert"... und "der das sowieso nicht ernst meint". sofern man anlass hat, dass zu glauben und ein paar sinnige argumente dafür sprechen - so ist das eher realismus als pessimismus und aus meiner sicht durchaus eine vernünftige sichtweise.

was mich jedoch auf die vielbeschworene palme bringt, sind zeitgenossen, die schon mal pauschal und bevor überhaupt IRGENDWAS passiert ist, diverses unheil heraufbeschwören und sozusagen schon einmal vorsorglich jammern! an der stelle, wo ich meist nach dem prinzip "lieber zu früh freuen, als gar nicht" handele, gehen diese seltsamen wesen schon vorauseilend mit schwer beladenem gesichtsausdruck in den tag... auch gut zu erkennen am schlurfenden gang und zeitweisen tiefen seufzern. die stirn gerunzelt angesichts der zu erwartenden schrecklichkeiten des tages! oder der zukunft... oder ach - des lebens! und selbiges wird auch noch so furchtbar lange dauern...!!!

habe immer das dumpfe gefühl, dass sie deswegen nur am unken sind, weil sie sich schon wieder darüber sorgen, dass ihnen nicht genug zeit bleibt, um bei gegebenem anlass ausreichend zu stöhnen und zu wehklagen... man könnte ja seinen unmut nicht angemessen ausdrücken! also am besten schon mal vorab schimpfen und zetern.
meine mutter hat mich früher regelmäßig mit den angstvollen worten "fall nicht hin, kind!!!" zu fall gebracht... und ich glaube, ähnlich ist es auch mit jenen schwermütigen mitmenschen - sie brüllen ihr ganzes leben an "enttäusch mich nicht!!!" und bringen es damit immer wieder selbst zu fall. so wie beispielsweise der wiederholte satz "du verlässt mich bestimmt sowieso wieder!" wohl jeden noch so geduldigen liebsten mitsamt seinen koffern flüchten lässt...

gewiss nicht als plädoyer für blauäugige, naive und rosarote lebenseinstellungen gemeint, so will ich damit dennoch sagen - das leben ist so schön und die welt und ihre menschen so gut oder schlecht, wie man sie sein lässt... genannt auch "sich selbst erfüllende prophezeiung".

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7/24/2009

geisterkasse...

in einem anfall von umnachtung und abgelenkt von diversen neuigkeiten ließ ich mich heute dazu überreden, eine der neuen selbstbedienungskassen auszuprobieren. die verkäuferin winkte uns noch freudig erregt zu: "sehr schön! sb-kasse!" so als wären wir von der ersten in die zweite klasse versetzt worden...also seis drum. ich lass mich gern so freudig motivieren.

hatte zwar neulich schon so meine erkenntnisse gesammelt, in der absicht "nur" 2 schachteln zigaretten zu kaufen, mit denen ich geschlagene 15 minuten an der sb-kasse befasst war... aber man soll sich ja nicht entmutigen lassen!

problem nummer 1:
ich habe einen reduzierten artikel gekauft. mit neuem preis. das wusste die kasse aber nicht. egal - kann ja mein fehler sein (neige dazu, maschinen recht zu geben. die sind zu blöd, um zu lügen. MUSS an mir liegen.) falsch gescannt oder so... und begebe mich auf die suche nach dem "entf"-knopf. erster missgriff. es gibt keinen. der "entf"-knopf heißt frau schleswig und kommt eilig angelaufen, als sie mich verwirrt wild auf knöpfe drücken sieht... lächelnd sagt sie ein bisschen aus der puste: "wir tricksen die kasse jetzt einfach ein bisschen aus!", zückt ihre zauber-storno-magnetkarte und nach mehrmaligem sinnigen knöpfchendrücken, macht die kasse, was sie soll... und verkauft mir den artikel tatsächlich für 1 euro. soweit so gut und die erkenntnis, dass maschinen wirklich blöd sind, wenn sie sich austricksen lassen...

problem nummer 2:
ich grabsche mir immer mehrere sachen, halte sie in der hand und will sie nacheinander scannen... was problematisch ist, weil die kasse weiter gucken kann, als sie soll, und fröhlich schon mal das einscannt, was ich noch gar nichts piepsen lassen will! "ne!" sagt die "entf"-taste/ frau schleswig und nimmt mir meine schokobons aus der hand und schmeißt sie ans andere ende der ablage... "immer schön nacheinander!"
nachdem ich jahrelang trainiert hab, alle meine einkäufe in dem gleichen tempo aufs band zu packen, wie die kassiererinnen sie scannen (und zwar beidhändig unter einsatz sämtlicher hand-augen-koordination) soll ich jetzt mit einmal wieder den oma-trip fahren und schön "eins nach dem anderen" aus dem korb puhlen... missfällt mir! ich habe keine zeit! schon gar nicht für so was!... aber gut - ich füge mich.

problem nummer 3:
der beutel ist voll. habe artikel reibungslos gescannt (wobei es mich echt annervt, dass die doofe kasse meinen hintermännern lautstark erzählt, was jeder artikel in meinem korb kostet. ja, ich weiß, dass das nicht der billigste saft ist!)
brauche einen zweiten plastesack. wohin mit dem ersten? gibts eine taste "beutel voll?" -weil die schlaue sb-kasse natürlich guckt, ob das, was ich scanne auch im beutel landet... laut gewicht.
die taste gibts nicht. ok. denke ich... stell ich den ersten beutel eben auf die zweite ablage und mache weiter. das klopapier würde ich normalerweise auf die erde stellen. da die kasse aber wissen will, dass ich es tatsächlich mitnehmen will... stopfe ich es obendrauf auf den ersten beutel. weiter gehts....
NEIN. "ihr gewicht stimmt nicht"... blödsinn! mein gewicht ist prima! sie hat nicht gemerkt, dass ich einen zweiten beutel hervorgekramt habe... was nun? frau schleswig hilft und räumt meine einkäufe umher, wackelt an der gewichtmessung und es kann weiter gehen... wohl nochmal ausgetrickst.

(inzwischen fange ich an zu schwitzen... in der nicht mehr vagen vermutung, dass die 4 leute hinter mir nicht mehr der meinung sind, dass es an der sb-kasse schneller geht... und MICH dafür verantwortlich machen. egal, jetzt bin ich nun mal hier.)

problem nummer 4:
endlich - alles gescannt. bezahlen will ich. BAR. selten wie es ist. wohin mit dem schein? aha, ein geldeinzugsschlitz... packe den schein da rauf und schrecke zusammen als es miteinmal "zwutsch!" macht und mein schein blitzartig eingesaugt und wieder ausgespien wird... sie will ihn nicht. nach ein bisschen streicheln und glätten, gehts dann beim 3. "zwutsch!" mit einmal doch und die kasse glaubt mir, dass das tatsächlich geld ist und kein riesenrad-freifahrtschein.

fazit...
ich mag kassiererinnen. ich mag, dass sie mich anlächeln, dass es ihnen manchmal ein bisschen peinlich ist, dass ich meine tüten hochnehmen muss, dass sie mir sagen, ob ich wohl eine oder zwei tüten brauche, dass sie mir manchmal erzählen, wie lecker etwas schmeckt, das ich unbedingt probieren soll, dass sie mir einen schönen tag wünschen... dafür haben sie es verdient, dass man ihre arbeitsplätze erhält, freundlich zu ihnen ist, wenn man mal warten muss und sie nicht für jede preiserhöhung der industrie und umräumerei des ladens verantwortlich macht. ich mag sie. ich will sie nie wieder missen...! und ich wünsche frau schleswig, dass sie sich wieder hinsetzen darf.

schimpft mich ewig gestrige und technikverweigerer...! mir egal ;-)

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